Eine moderne Liebesgeschichte, eine Geschichte von Liebe und Gefahr, in die Margriet de Moor auf raffinierte Weise ein altes Motiv verwoben hat. Aus ihrem Gespräch mit den alten Meistern – Beethoven, Tolstoi, Janác?ek – entsteht ein mitreißender Roman.
Seit einer verhängnisvollen Beziehung in jungen Jahren hat der blinde Musikkritiker Marius van Vlooten nie mehr wirklich geliebt. Jetzt reist er zu einem Meisterkurs in Bordeaux, in Begleitung eines jungen Musikologen, der ihm ein lebendiges Porträt der Geigerin Suzanna Flier zeichnet und die beiden miteinander bekannt macht.
Als van Vlooten sie in Janác?eks Streichquartett ›Kreutzersonate‹ spielen hört, wird er, ohne es zu wollen, zu einer Gestalt aus einer Tragödie, die auf ihr eigenes, unausweichliches Ende zustrebt. Musik und Gefühl, die beiden Pole der Geschichte, die einander bedingen und kommentieren, verwebt Margriet de Moor in einem dichten, musikalischen Text.
Margriet de Moor – BIOGRAPHIE
Margriet de Moor wurde als Margaretha Maria Antonetta Neefjes am 21. November 1941 in Noordwijk geboren. Die Familie, in der sie aufwuchs, war kinderreich und katholisch. Der Vater war Schulleiter der örtlichen Volksschule (ULO), die Mutter Französischlehrerin. „Ich komme aus einer großen Familie mit zehn Kindern, davon sieben Mädchen“, erzählte De Moor in einem Interview mit dem Leeuwarder Courant. „Ich schlief oft mit meinen Schwestern in einem Zimmer, meistens sogar im selben Bett. Ich hatte dadurch eine sehr intimes und lockeres Verhältnis zu ihnen. Wenn es gut geht, können Schwestern unglaublich solidarisch sein. In guten und in schlechten Momenten.“ Margriet de Moor studierte Piano und Sologesang am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Ab 1968 trat sie regelmäßig als Sängerin im Rahmen eines Avantgarde-Repertoires auf. Ende der siebziger Jahre begann sie ein Studium der Kunstgeschichte und der Archäologie an der Universität Amsterdam. Sie heiratete den Bildhauer Heppe de Moor, bekam zwei Töchter und eröffnete mit Ihrem Mann 1984 in `s-Graveland einen Kunstsalon.
Bild und Text von der Internetseite www.margriet-de-moor.de |